Offener Brief an Reinhard Mey und die Künstler des Musik-Projektes – Meine Kinder geb‘ ich nicht

Dieser Offene Brief wurde am 15. April 2021 per E-Mail an Reinhard Mey und die Künstler des Musik-Projektes „Nein, meine Söhne geb‘ ich nicht“ gesendet. Die Nachricht wurde auch an etliche Menschen und Projekte der deutschen Friedensbewegung verschickt.

Lieber Reinhard Mey,
liebe Künstler des Musik-Projektes „Nein, meine Söhne geb‘ ich nicht“,

wir möchten uns ganz herzlich für Eure gemeinsame Aufnahme Meine Kinder geb‘ ich nicht aus dem letzten Jahr bedanken. Es hat uns sehr gefreut und auch erleichtert, dass Ihr dieses Lied im letzten Jahr veröffentlicht habt und damit ein Thema zur Sprache gebracht habt, das in diesen Tagen leider wieder so wichtig geworden ist.

Krieg

Lieber Reinhard, du hast uns so viele schöne Lieder geschenkt und in dem besagten Zusammenhang erinnern wir uns auch an das Lied Es ist an der Zeit, dass Du immer wieder einmal mit deinen Freunden Hannes Wader, Konstantin Wecker gesungen hast und das ein Gefühl zum Ausdruck bringt, das uns in diesen Tagen eines drohenden Krieges wieder alle beschleicht: betrogen worden zu sein!

Und dabei haben wir uns doch immer wieder in den letzten Jahren gefragt:

Wie können wir Kriege verhindern?

Und wir haben keine Lösung gefunden.

Manchmal braucht eben alles seine Zeit und am Ende kommt man zu der Erkenntnis, dass es gerade das Einfache ist, das scheinbar schwer zu machen ist. Trotz alledem scheint es diesen Ausweg schon lange gegeben zu haben und er wurde nur noch nicht begangen oder er wurde bisher nicht einmal in Betracht gezogen.

Die BRD ist einer der größten Rüstungsexporteure der Welt und beteiligt sich derzeit auch an dem NATO-Manöver Defender 2020/21.

Laut dem Grundgesetz-Artikel 139 für die Bundesrepublik Deutschland sind die erlassenen Rechtsvorschriften zur Befreiung des deutschen Volkes vom Nationalsozialismus und Militarismus weiterhin gültig und geben uns die Möglichkeit, uns vom Militarismus auf deutschem Boden zu befreien.

Im Potsdamer Abkommen vom 2. August 1945 heißt es dazu im Abschnitt III Deutschland:

Alliierte Armeen führen die Besetzung von ganz Deutschland durch, und das deutsche Volk fängt an, die furchtbaren Verbrechen zu büßen, die unter der Leitung derer, welche es zur Zeit ihrer Erfolge offen gebilligt hat und denen es blind gehorcht hat, begangen worden. Auf der Konferenz wurde eine Übereinkunft erzielt über die politischen und wirtschaftlichen Grundsätze der gleichgeschalteten Politik der Alliierten in Bezug auf das besiegte Deutschland in der Periode der alliierten Kontrolle. Das Ziel dieser Übereinkunft bildet die Durchführung der Krim-Deklaration über Deutschland. Der deutsche Militarismus und Nazismus werden ausgerottet, und die Alliierten treffen nach gegenseitiger Vereinbarung in der Gegenwart und in der Zukunft auch andere Maßnahmen, die notwendig sind, damit Deutschland niemals mehr seine Nachbarn oder die Erhaltung des Friedens in der ganzen Welt bedrohen kann.

Es ist nicht die Absicht der Alliierten, das deutsche Volk zu vernichten oder zu versklaven. Die Alliierten wollen dem deutschen Volk die Möglichkeit geben, sich darauf vorzubereiten, sein Leben auf einer demokratischen und friedlichen Grundlage von neuem wiederaufzubauen. Wenn die eigenen Anstrengungen des deutschen Volkes unablässig auf die Erreichung dieses Zieles gerichtet sein werden, wird es ihm möglich sein, zu gegebener Zeit seinen Platz unter den freien und friedlichen Völkern der Welt einzunehmen.

Mitteilung über die Dreimächtekonferenz von Berlin „Potsdamer Abkommen“ vom 2. August 1945

Warum haben wir das nicht schon längst getan und warum haben wir diese Möglichkeit in all den Jahren nicht zur Kenntnis genommen?

Lieber Reinhard, liebe Künstler des Projektes „Nein, meine Söhne geb‘ ich nicht“, wir möchten euch bitten, euch für die Erfüllung dieser Forderung einzusetzen und dafür Sorge zu tragen, dass wir auf dieser Erde endlich in Frieden leben können.

Wir laden Euch ein, am 24. April 2021 gemeinsam mit uns vor dem Reichstag in Berlin die Erfüllung des Potsdamer Abkommens zu fordern.

Mit dieser Nachricht geben wir Euch auch in Gedanken an die beiden Lieder von Reinhard Mey und Hannes Wader die Dokumentation DIE GRÖßTE TÄUSCHUNG ALLER ZEITEN zur Kenntnis und freuen uns auf Euer Kommen und Euer Engagement für Frieden, Freiheit und Völkerfreundschaft.

DIE GRÖßTE TÄUSCHUNG ALLER ZEITEN
Direkter Videolink: https://berlin-leaks.de/wp-content/uploads/sites/76/downloads/die-groesste-taeuschung-aller-zeiten-hd.mp4 (1.3 GB – HD)

Herzliche Grüße sendet Euch

Christian von Berlin Leaks

Dieser Offene Brief ist unter der folgenden Adresse veröffentlicht worden und über den folgenden Link erreichbar: https://berlin-leaks.de/kenntnisnahme-taeuschung#15-rein

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